1300 Menschen protestieren in Potsdam gegen AfD-Stärke
Wenn Bürger:innen nach einer Wahl spontan und in großer Zahl auf die Straße gehen, ist das keine Trotzreaktion – das ist Demokratie in Aktion. Solche Kundgebungen stärken das gesellschaftliche Bewusstsein dafür, dass Wahlergebnisse Konsequenzen haben und Gegenöffentlichkeit möglich ist. Für eine offene Gesellschaft ist es entscheidend, dass dieser Protest nicht im Nichts verpufft, sondern in langfristige zivilgesellschaftliche Strukturen mündet.
Die Demo in Potsdam ist ein Beispiel dafür, wie sich ostdeutsche Zivilgesellschaft organisiert – über Ländergrenzen hinweg, schnell und sichtbar. Entscheidend wird sein, ob aus dieser Mobilisierung konkrete Netzwerke entstehen, die auch zwischen den Wahlen aktiv bleiben. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo ähnliche Herausforderungen bestehen, könnte dieses Modell der überregionalen Solidarität als Vorlage dienen.