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Sunday, 20. September 2026
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Regional MV

140 Jahre Molli: Schmalspurbahn an der Ostsee bleibt ein Stück MV

140 Jahre Molli: Die Schmalspurbahn zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan ist weit mehr als eine touristische Attraktion – sie ist ein funktionierendes Stück Nahverkehr, das Einheimische und Gäste gleichermaßen nutzen. Das Jubiläum zeigt, dass historische Infrastruktur langfristig erhalten werden kann, wenn sie im Alltag verwurzelt bleibt. Für den ländlichen Raum in MV ist das ein konkretes Beispiel dafür, dass Mobilität und regionale Identität zusammengehören können. Die Frage ist, was andere Regionen davon lernen können – und wer den Erhalt solcher Strukturen in Zukunft finanziert und mitträgt.

Historische Verkehrsinfrastruktur wie der Molli schafft Identität und verbindet Generationen – das ist mehr als Nostalgie. Für eine Region wie Mecklenburg-Vorpommern, die strukturell unter Abwanderung leidet, sind solche Ankerpunkte kultureller Kontinuität auch wirtschaftlich relevant, weil sie Tourismus tragen und regionale Bindung stärken. Die Frage ist, ob solche Wahrzeichen langfristig gesichert finanziert werden oder ob sie bei der nächsten Haushaltskrise auf der Streichliste landen.

Der Molli ist kein Museumsstück, er fährt täglich und ist Teil des gelebten Alltags an der Küste. Für Kühlungsborn und Bad Doberan bedeutet die Bahn konkrete Einnahmen und ein unverwechselbares Alleinstellungsmerkmal im Ostseetourismus. 140 Jahre Betrieb zeigen, dass historische Infrastruktur nachhaltig sein kann – wenn politischer Wille und verlässliche Finanzierung vorhanden sind. Das wäre ein Modell, das auch andernorts in MV diskutiert werden sollte.