150 Ehrenamtliche schützen Badestrände bei Bad Doberan
Wasserrettung an Urlaubsstränden funktioniert in Mecklenburg-Vorpommern zum großen Teil über Ehrenamt – das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein strukturelles Abhängigkeitsverhältnis, das selten offen benannt wird. Wer hier nichts einbringt, gefährdet langfristig die Sicherheit an öffentlichen Badegewässern. Die Frage, wie dieses Engagement dauerhaft gesichert und nachwachsende Freiwillige gewonnen werden, ist für eine offene Gesellschaft keine Randnotiz.
Im ländlichen Küstenraum MV hängt die Sicherheit an Badestränden unmittelbar an der Bereitschaft einzelner Menschen, ihre Freizeit zu opfern. Solange das funktioniert, redet kaum jemand darüber – Lukas Kaspers Arbeit macht sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt. Andere Küstenabschnitte ohne eine solche Struktur stehen vor einem echten Nachwuchsproblem. Regionale Politik und Kommunen sollten konkret fragen, wie sie diese Strukturen aktiv unterstützen können, bevor der nächste Sommer kommt.