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Monday, 14. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

25 Jahre nach 9/11: Antimuslimischer Rassismus wirkt bis heute

Die Anschläge vom 11. September 2001 haben nicht nur die Weltpolitik verändert, sondern auch das Leben vieler Muslime in Deutschland dauerhaft geprägt. Misstrauen, Diskriminierung und Ausgrenzung wurden zur alltäglichen Erfahrung – eine Realität, die gesellschaftlich bis heute kaum aufgearbeitet ist. Antimuslimischer Rassismus bleibt eine strukturelle Herausforderung für demokratische Gesellschaften, die aktives Handeln auf kommunaler wie politischer Ebene erfordert. Sichtbarmachen, Benennen und konsequentes Eintreten gegen Diskriminierung sind dabei der erste Schritt.

Rassismus gegen Muslime schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergräbt das Vertrauen in demokratische Institutionen – besonders bei denjenigen, die täglich damit konfrontiert sind. Eine offene Gesellschaft kann es sich nicht leisten, ganze Bevölkerungsgruppen dauerhaft unter Generalverdacht zu stellen, ohne ihre eigene demokratische Glaubwürdigkeit zu beschädigen. Die Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus ist deshalb keine Randthema, sondern eine Kernaufgabe demokratischer Selbstverständigung.

Für die Demokratie bedeutet der anhaltende antimuslimische Rassismus eine strukturelle Schwächung: Wer systematisch ausgegrenzt wird, vertraut demokratischen Prozessen weniger – ein Teufelskreis. In Ostdeutschland, wo das Thema Rassismus eine eigene komplexe Geschichte hat, ist diese Debatte besonders relevant: Vorurteile und Ausgrenzungserfahrungen kennt man dort aus verschiedenen Perspektiven. Zivilgesellschaftliche Initiativen, die Begegnung und Dialog ermöglichen, sind hier ein konkreter Ansatz, der auf kommunaler Ebene funktioniert und ausgebaut werden kann.