410 islamistische Gefährder: Beratungsstellen verzeichnen Rekordzulauf
Radikalisierungsprävention schützt nicht nur unmittelbar Betroffene, sondern stärkt das demokratische Zusammenleben insgesamt. Familien, die sich Hilfe suchen, übernehmen Verantwortung für den gesellschaftlichen Frieden – das ist eine Form aktiver Zivilgesellschaft. Eine offene Gesellschaft braucht niedrigschwellige Beratungsangebote, die Menschen ohne Stigmatisierung erreichen, bevor Radikalisierung weit fortgeschritten ist.
Der deutliche Anstieg bei Beratungsanfragen zeigt, dass gesellschaftliche Krisen wie der Nahostkonflikt unmittelbare Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl und die Familienrealität in Deutschland haben. Demokratische Institutionen müssen hier mit zivilen Präventionsstrukturen zusammenarbeiten – Repression allein reicht nicht. Beratungsstellen wie die des BKA sind wichtige Brücken zwischen Staat und Zivilgesellschaft und verdienen mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Ressourcen.