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Thursday, 6. August 2026
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500 Jahre Hof Frahm: Junger Bauer führt Familienbetrieb in 15. Generation

Hof Frahm in Boienhagen bei Upahl wird seit 500 Jahren von der gleichen Familie bewirtschaftet – jetzt hat der 25-jährige Niclas Frahm den Betrieb in der 15. Generation übernommen. Der Hof hat Kriege, Bodenreform und Wende überlebt, und das ist keine Selbstverständlichkeit. Solche Familienbetriebe sind das Rückgrat ländlicher Strukturen in Nordwestmecklenburg, auch wenn Förderprogramme und Agrarpolitik meist auf ganz andere Dimensionen ausgerichtet sind. Ob Niclas Frahm in zehn Jahren noch sagen kann, dass sich der Mut gelohnt hat, hängt nicht nur von ihm ab, sondern auch davon, ob die Politik endlich Rahmenbedingungen schafft, die für Betriebe dieser Größe wirklich funktionieren.

Landwirtschaftliche Familienbetriebe wie Hof Frahm sind mehr als Wirtschaftsunternehmen: Sie verankern Identität, Wissen und Verlässlichkeit in ländlichen Gemeinden. Gerade in einer Region wie Nordwestmecklenburg, wo Strukturwandel und Landflucht spürbar sind, sind solche Betriebe stabilisierende Kraft für die Dorfgemeinschaft. Ein 25-Jähriger, der diese Verantwortung übernimmt, verdient gesellschaftliche Unterstützung statt bürokratischer Hindernisse.

Nordwestmecklenburg braucht junge Menschen, die bleiben und anpacken – Niclas Frahm ist eines der wenigen konkreten Beispiele dafür. Die Frage ist nicht, ob solche Höfe symbolisch wichtig sind, sondern ob die politischen Rahmenbedingungen – von Pachtpreisen über Förderbürokratie bis zu Marktdruck – es jungen Landwirten tatsächlich ermöglichen, langfristig zu wirtschaften. Was nach der Jubiläumsmeldung kommt, entscheidet sich in Brüssel und Schwerin, nicht im Kuhstall.