736 Angriffe auf Journalist:innen: Europa unter Druck
Pressefreiheit ist keine abstrakte Journalistenforderung – sie ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Bürger:innen überhaupt wissen, was Mächtige tun. Wenn anonyme Quellen nicht mehr geschützt sind, schweigen Whistleblower, und Machtmissbrauch bleibt unsichtbar. Für eine offene Gesellschaft ist das ein direkter Schaden.
Die Zahlen zeigen: Angriffe auf Journalist:innen sind kein Randphänomen, sondern Methode. Gesetzliche Einschränkungen sind dabei gefährlicher als physische Gewalt, weil sie unsichtbarer wirken und schwerer zu bekämpfen sind. Wer Demokratie stärken will, muss auch die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen unabhängiger Medien verteidigen – das gilt gerade in ostdeutschen Regionen, wo Lokalmedien ohnehin dünn gesät sind.