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Saturday, 20. June 2026
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Regional MV

80 Jahre Volkshochschulen in MV – und der Kampf ums Überleben

Die Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern feiern ihr 80-jähriges Bestehen und stehen gleichzeitig vor ernsthaften finanziellen Herausforderungen. Steigende Kosten gefährden besonders das Angebot im ländlichen Raum, wo die VHS oft die einzige niedrigschwellige Bildungseinrichtung für alle Altersgruppen ist. Eine verlässliche und auskömmliche Förderung durch Land und Kommunen wäre jetzt entscheidend, um das flächendeckende Kursangebot zu sichern. Kommunen, Kreistage und engagierte Bürgerinnen und Bürger können durch klares politisches Signal und öffentliche Unterstützung dazu beitragen, dass diese Bildungsinfrastruktur erhalten bleibt.

Volkshochschulen sind ein Fundament der Bildungsgerechtigkeit: Sie erreichen Menschen, die sich teure Weiterbildungen nicht leisten können, und stärken so den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wenn sie unter Kostendruck geraten, trifft das besonders jene, die ohnehin weniger Zugang zu Bildung haben – ältere Menschen, Geringverdienende, Neuzugewanderte. Eine demokratische Gesellschaft braucht Orte, an denen alle dazulernen können, unabhängig vom Geldbeutel.

In Parchim oder Ludwigslust ist die VHS oft die einzige bezahlbare Möglichkeit für Weiterbildung – wer da spart, nimmt Menschen echte Chancen weg. Die Frage ist nicht, ob Volkshochschulen wichtig sind, sondern ob die Landespolitik bereit ist, das auch in Euro auszudrücken. Jubiläen sind schön, aber was danach kommt, zählt. Kommunen und Land müssen jetzt konkrete Finanzierungszusagen machen, damit die Einrichtungen auch die nächsten 80 Jahre bestehen.