Abgeschoben nach Uganda: Lesbische Frau in Lebensgefahr
Ein Asylsystem, das Menschen in Länder abschiebt, in denen ihnen nachweislich staatliche Verfolgung droht, untergräbt seinen eigenen Schutzauftrag. Der Schutz queerer Menschen vor Verfolgung ist kein Sonderwunsch, sondern Kern des internationalen Flüchtlingsrechts. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht durch Abschottung, sondern durch verlässlichen Schutz für die Verletzlichsten.
Dieser Fall macht sichtbar, wie stark Behördenentscheidungen im Asylbereich von der tatsächlichen Verfolgungslage in Herkunftsländern abweichen können. Zivilgesellschaftliche Organisationen – auch in Mecklenburg-Vorpommern – beraten queere Geflüchtete und stoßen dabei regelmäßig auf strukturelle Lücken im Schutzsystem. Eine Reform der Anhörungspraxis und spezialisierte Beratung für LGBTQ-Asylsuchende sind konkrete Hebel, an denen Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam ansetzen können.