ADHS und Autismus: Warum Diagnosen weltweit zunehmen
Die Studie liefert wichtige Grundlagen dafür, wie Gesellschaften Ressourcen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie einsetzen und wie Schulen sowie Familien unterstützt werden können. Ein differenziertes Verständnis von Diagnosetrends stärkt evidenzbasierte Politik und beugt sowohl Unter- als auch Überversorgung vor. Für eine offene Gesellschaft ist es relevant, Neurodiversität weder zu pathologisieren noch zu unterschätzen.
In Mecklenburg-Vorpommern, wo die Kinder- und Jugendpsychiatrie vielerorts unter Kapazitätsdruck steht, helfen solche Erkenntnisse bei der bedarfsgerechten Versorgungsplanung. Schulen und Beratungsstellen können von einem klareren Bild profitieren: Mehr Diagnosen bedeuten nicht automatisch mehr schwer betroffene Kinder, sondern auch mehr Kinder, die früh Unterstützung erhalten. Das eröffnet die Chance, Förderangebote gezielter und inklusiver zu gestalten.