AfD als Männerpartei: Was steckt hinter dem Geschlechtergefälle?
Wenn eine Partei systematisch auf Geschlechterressentiments und Ausgrenzung setzt, schwächt das den gesellschaftlichen Zusammenhalt – besonders in Regionen wie Ostdeutschland, wo soziale Unsicherheiten historisch tief verwurzelt sind. Eine offene Gesellschaft braucht Antworten auf echte Verunsicherung, ohne dabei Frauen, Minderheiten oder queere Menschen zum Sündenbock zu machen. Die Analyse solcher Mobilisierungsmuster ist eine Voraussetzung dafür, dass Demokratie und Gleichberechtigung gemeinsam gestärkt werden können.
In Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD bei Landtagswahlen regelmäßig zweistellige Ergebnisse erzielt, ist die Frage nach Geschlecht und Wahlverhalten besonders dringlich. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Bildungsträger könnten die Erkenntnisse über geschlechtsspezifische AfD-Mobilisierung für ihre Präventionsarbeit nutzen. Langfristig braucht es politische Angebote, die Verlustängste ernst nehmen, ohne sie in Feindbilder zu kanalisieren – das ist eine Aufgabe für demokratische Parteien und die Zivilgesellschaft gleichermaßen.