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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

AfD bedroht Vereinsförderung – Fonds sammelt 4,5 Millionen als Schutzschirm

In Sachsen-Anhalt reagiert die Zivilgesellschaft auf Drohungen der AfD gegen Vereinsförderung mit einem eigenständigen Auffangfonds von 4,5 Millionen Euro. Das Modell zeigt, dass gemeinnützige Strukturen politischen Druck durch eigene finanzielle Absicherung abfedern können. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo viele Vereine von öffentlicher Förderung abhängig sind, liefert dieses Beispiel ein konkretes Schutzmodell. Wer heute in solche Strukturen investiert, sichert demokratisches Engagement für morgen ab.

Wenn Parteien öffentliche Förderung als politisches Druckmittel gegen unliebsame Vereine einsetzen, greifen sie direkt in das Fundament einer offenen Gesellschaft ein. Vereine, die Beratung, Bildung und Begegnung ermöglichen, arbeiten oft dort, wo staatliche Strukturen dünn sind – besonders im ländlichen Ostdeutschland. Ein unabhängiger Spendenfonds stärkt die Handlungsfähigkeit der Zivilgesellschaft und reduziert ihre Abhängigkeit von politisch motivierten Förderentscheidungen.

Das Modell eines privat finanzierten Auffangfonds für bedrohte Vereine ist mehr als eine Notlösung – es ist ein struktureller Ansatz zur Absicherung demokratischer Infrastruktur. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo ähnliche politische Konstellationen denkbar sind, könnte ein solches Modell Vorbildcharakter haben. Vereine und Initiativen, die sich um Demokratiebildung, Antidiskriminierung oder Jugendarbeit kümmern, sollten jetzt prüfen, welche Alternativen zur staatlichen Förderung aufgebaut werden können.