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Monday, 22. June 2026
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Regional MV

AfD MV beschließt Wahlprogramm mit restriktiver Migrationspolitik

Die AfD Mecklenburg-Vorpommern hat einstimmig ein Wahlprogramm mit striktem Migrationskurs beschlossen. Für die Lebensrealität im Land wirft das konkrete Fragen auf: Pflege, Landwirtschaft und soziale Einrichtungen sind in der Fläche bereits heute auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Wer nach der Wahl die entstehenden Lücken füllen soll, beantwortet das Programm nicht.

Wahlprogramme spiegeln gesellschaftliche Debatten und setzen Prioritäten, die – wenn eine Partei in Regierungsverantwortung kommt – konkrete Auswirkungen auf Menschen haben. Eine harte Migrationslinie trifft in einem Land wie MV, das unter Fachkräftemangel und demografischem Wandel leidet, auf eine komplexe Realität: Pflegeeinrichtungen, Erntehelfer und kommunale Dienste sind oft auf Zuwanderung angewiesen. Die Qualität demokratischer Diskurse hängt davon ab, ob solche Widersprüche offen benannt werden.

Im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns entscheiden Landtagswahlen nicht abstrakt über Ideologie, sondern konkret über Förderprogramme, Personalausstattung in Sozialeinrichtungen und kommunale Handlungsspielräume. Ein Programmbeschluss mit harter Migrationslinie verdient deshalb die Frage: Was bedeutet das für den Kreishaushalt in Ludwigslust-Parchim, für die Dorfpflege in Prignitz-Nähe, für Jugendhilfe-Träger? Diese Fragen sollten im Wahlkampf konkret beantwortet werden – von allen Parteien.