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Thursday, 24. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

AfD professionalisiert sich – was das für die Demokratie bedeutet

Die AfD hat sich organisatorisch professionalisiert und tritt geschlossener auf als früher. Das macht es notwendig, sich inhaltlich mit ihr auseinanderzusetzen, statt auf internen Zerfall zu hoffen. Demokratische Zivilgesellschaft und Parteien sind gefordert, klare Gegenmodelle zu entwickeln und Menschen zu erreichen, die sich von der AfD angesprochen fühlen. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Partei besonders stark ist, braucht es mehr als Abgrenzung – es braucht echte politische Antworten auf reale Alltagsprobleme.

Eine professionalisierte rechtspopulistische Partei stellt demokratische Institutionen vor neue Herausforderungen, weil das Argument des 'kontrollierten Chaos' als Abgrenzungsstrategie wegfällt. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das: Demokratische Kräfte müssen ihre Argumentation schärfen und bürgerschaftliches Engagement stärken, statt auf die Selbstauflösung des politischen Gegners zu setzen. Gerade in strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, wo demokratische Gegenangebote oft fehlen, ist das besonders dringend.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die AfD seit Jahren im Landtag verankert und hat in vielen Landkreisen starke Wahlergebnisse erzielt. Eine diszipliniertere Bundespartei stärkt auch die Glaubwürdigkeit lokaler Funktionäre. Zivilgesellschaftliche Organisationen, Bürgerräte und kommunale Demokratieprojekte in der Region sind deshalb gefragter denn je – und brauchen mehr politische und finanzielle Unterstützung, um als sichtbare Alternativen wahrgenommen zu werden.