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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

AfD-Regierung könnte Sachsen-Anhalt EU-Milliarden kosten

Eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt könnte dem Land EU-Fördergelder in Milliardenhöhe kosten, wenn sie Programmpunkte umsetzt, die gegen EU-Grundwerte verstoßen. Gerade ostdeutsche Bundesländer sind besonders stark auf diese Strukturmittel angewiesen, die Infrastruktur, Arbeitsplätze und soziale Projekte finanzieren. Das zeigt: Populistische Versprechen haben für die Menschen vor Ort reale finanzielle Konsequenzen. Bürgerinnen und Bürger sollten bei Wahlentscheidungen auch konkret fragen, welche wirtschaftlichen Risiken bestimmte Regierungsoptionen mit sich bringen.

EU-Strukturmittel sind in strukturschwachen Regionen wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern kein abstraktes Brüsseler Thema, sondern konkreter Alltag: Schulrenovierungen, Breitbandausbau, Unternehmensförderung. Wenn eine Partei an die Macht kommt, die EU-Grundwerte offen angreift, riskieren die Menschen, die am meisten auf diese Gelder angewiesen sind, ihren Verlust. Die Frage nach Rechtsstaatlichkeit ist also keine Frage der Ideologie allein, sondern entscheidet darüber, wer am Ende die Rechnung bezahlt.

Mecklenburg-Vorpommern steht vor denselben strukturellen Abhängigkeiten wie Sachsen-Anhalt: EU-Mittel fließen in die Küstenregion, in ländliche Entwicklung, in Digitalisierung. Was in Magdeburg als Szenario diskutiert wird, kann in Schwerin zur Realität werden. Die EU-Kommission hat mit dem Rechtsstaatsmechanismus ein Instrument, das sie zunehmend bereit ist einzusetzen – Polen und Ungarn sind Beispiele. Für Parteien, Kommunen und Zivilgesellschaft in MV ist das ein klares Signal: Demokratische Stabilität ist auch Wirtschaftspolitik.