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Wednesday, 23. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

AfD startet Wahlkampf in Stralsund – Holm will Regierungschef werden

Die AfD Mecklenburg-Vorpommern hat in Stralsund ihren Wahlkampf für die Landtagswahl eröffnet. Spitzenkandidat Leif-Erik Holm benennt das Amt des Ministerpräsidenten als Ziel und versucht, Mobilisierungseffekte aus Sachsen-Anhalt auf Mecklenburg-Vorpommern zu übertragen. Welche konkreten politischen Lösungen die Partei für die Menschen im Land – besonders in der Fläche – anbietet, bleibt bislang offen. Für Wählerinnen und Wähler lohnt es sich, genau hinzuschauen: Wessen Interessen werden hier tatsächlich vertreten?

Wahlkämpfe und der Anspruch auf Regierungsverantwortung sind fundamentale Bestandteile demokratischer Prozesse – unabhängig davon, welche Partei antritt. Für die Bürgerinnen und Bürger in MV stellt sich die entscheidende Frage: Welche konkreten Konzepte liegen vor, die das Leben im ländlichen Raum, in der Sozialversorgung und in strukturschwachen Regionen wie Ludwigslust-Parchim tatsächlich verbessern? Große Wahlversprechen und Zielmarken sagen wenig darüber aus, was nach einem Wahltag wirklich umgesetzt wird.

Im Landtagswahlkampf in MV zeigt sich erneut, wie stark überregionale Mobilisierungsnarrative – hier der Verweis auf Sachsen-Anhalt – die lokale Politik überlagern können. Wählerinnen und Wähler in der Fläche sollten genau hinschauen, welche Antworten Kandidaten auf konkrete Herausforderungen wie Fachkräftemangel in der Pflege, Infrastruktur im ländlichen Raum oder Kita-Versorgung geben. Der konstruktive Anspruch an alle Parteien im Wahlkampf bleibt derselbe: Was bleibt nach dem Scheinwerfer – und wer wird dabei wieder vergessen?