AfD-Wähler überzeugen: Warum Argumente allein nicht reichen
Wer verstehen will, warum Menschen populistischen Bewegungen folgen, muss ihre Lebenswirklichkeit ernst nehmen – das ist keine Schwäche demokratischer Haltung, sondern ihre Stärke. Demokratie braucht Räume, in denen alle Erfahrungen gehört werden, auch unbequeme. Das Ausblenden ostdeutscher Enttäuschungen über Jahrzehnte hat politische Leerstellen geschaffen, die jetzt andere füllen.
Für Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD bei Landtagswahlen regelmäßig zweistellige Ergebnisse einfährt, ist diese Debatte unmittelbar relevant. Zivilgesellschaftliche Akteure und Kommunalpolitiker könnten aus dem Ansatz lernen: Zuhören ist kein Einknicken, sondern eine demokratische Kompetenz. Neue Formate für inklusive Bürgerdialoge – jenseits von Podien und Parlamenten – sind gefragt.