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Monday, 22. June 2026
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International

Angriffe auf Schulen weltweit um 40 Prozent gestiegen

Weltweit sind Angriffe auf Schulen, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonal in den Jahren 2024 und 2025 um 40 Prozent gestiegen. In 83 Ländern wurden mehr als 8.500 Vorfälle dokumentiert, bei denen mindestens 10.600 Menschen getötet, verletzt, entführt oder festgenommen wurden. Besonders stark betroffen sind Länder wie die Ukraine, Palästina, Haiti und die Demokratische Republik Kongo. Internationale Schutzorganisationen dringen darauf, humanitäres Völkerrecht konsequenter durchzusetzen, um Bildungseinrichtungen in Konfliktgebieten wirksam zu schützen.

Bildung gilt als Grundrecht und Fundament offener Gesellschaften – ihre gezielte Zerstörung in Konfliktregionen untergräbt langfristig demokratische Entwicklung und soziale Stabilität ganzer Generationen. Der Befund zeigt, dass der internationale Schutz ziviler Infrastruktur trotz bestehender Völkerrechtsnormen massiv versagt. Zivilgesellschaft und Politik in Deutschland tragen Mitverantwortung, diese Lücke durch diplomatischen Druck und humanitäre Unterstützung zu schließen.

Der Bericht der Global Coalition to Protect Education from Attack macht deutlich, dass Bildungsschutz in Konfliktzonen dringend stärker auf die internationale Agenda muss. Für Deutschland und Europa ergibt sich daraus die Frage, wie Außenpolitik, Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe gezielt auf den Schutz von Schulen und Bildungspersonal ausgerichtet werden können. Bestehende Instrumente wie die Safe Schools Declaration bieten einen Rahmen, der konsequenter umgesetzt werden muss.