Antidepressivum lindert Long-COVID-Erschöpfung in klinischer Studie
Long COVID betrifft schätzungsweise mehrere Hunderttausend Menschen in Deutschland dauerhaft und belastet sowohl Betroffene als auch das Gesundheitssystem erheblich. Ein wirksames, bereits zugelassenes und preiswertes Medikament könnte Versorgungslücken schnell schließen, ohne aufwändige Neuzulassungsverfahren abwarten zu müssen. Das stärkt die evidenzbasierte Gesundheitsversorgung und gibt Betroffenen konkrete Hoffnung.
Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Befund besonders relevant, weil Long-COVID-Ambulanzen in der Fläche rar sind und viele Betroffene kaum Zugang zu spezialisierten Behandlungsangeboten haben. Fluvoxamin ist als etabliertes Medikament sofort verfügbar und könnte von Hausärztinnen und Hausärzten in der Region eingesetzt werden, sobald weitere Studien die Wirksamkeit bestätigen. Der nächste Schritt wäre eine Aufnahme in klinische Leitlinien.