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Thursday, 6. August 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Antidepressivum lindert Long-COVID-Erschöpfung in klinischer Studie

Eine randomisierte klinische Studie mit knapp 400 Teilnehmenden zeigt, dass das günstige Antidepressivum Fluvoxamin chronische Erschöpfung bei Long-COVID-Betroffenen messbar lindert und die Lebensqualität verbessert. Damit gehört es zu den ersten Wirkstoffen mit belegtem Nutzen bei dieser weit verbreiteten Erkrankung. Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern, wo viele Menschen noch immer an Long-COVID-Folgen leiden, könnten diese Erkenntnisse einen niedrigschwelligen Behandlungsansatz eröffnen. Allerdings sollten Betroffene die Anwendung stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt abwägen, da individuelle Faktoren und mögliche Wechselwirkungen berücksichtigt werden müssen.

Long COVID betrifft schätzungsweise mehrere Hunderttausend Menschen in Deutschland dauerhaft und belastet sowohl Betroffene als auch das Gesundheitssystem erheblich. Ein wirksames, bereits zugelassenes und preiswertes Medikament könnte Versorgungslücken schnell schließen, ohne aufwändige Neuzulassungsverfahren abwarten zu müssen. Das stärkt die evidenzbasierte Gesundheitsversorgung und gibt Betroffenen konkrete Hoffnung.

Für die Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Befund besonders relevant, weil Long-COVID-Ambulanzen in der Fläche rar sind und viele Betroffene kaum Zugang zu spezialisierten Behandlungsangeboten haben. Fluvoxamin ist als etabliertes Medikament sofort verfügbar und könnte von Hausärztinnen und Hausärzten in der Region eingesetzt werden, sobald weitere Studien die Wirksamkeit bestätigen. Der nächste Schritt wäre eine Aufnahme in klinische Leitlinien.