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Thursday, 24. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Antisemitismus-Debatte: Müller stellt Linke vor Koalitionsfrage

Der frühere Berliner Bürgermeister Michael Müller fordert von der Linken eine klare und glaubwürdige Abgrenzung von antisemitischen Positionen als Voraussetzung für künftige Koalitionen mit SPD und Grünen. Die Debatte zeigt, dass der Kampf gegen Antisemitismus keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv eingefordert werden muss – auch innerhalb des linken Lagers. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo die Linke in vielen Kommunen noch präsent ist, hat diese Diskussion konkrete Relevanz für mögliche Bündnisse auf kommunaler Ebene. Demokratische Parteien stehen gemeinsam in der Pflicht, antisemitischen Positionen keine Plattform zu bieten.

Antisemitismus in politischen Parteien und Bewegungen gefährdet den demokratischen Zusammenhalt unmittelbar. Eine offene Benennung solcher Tendenzen – auch wenn sie innerparteilich unbequem ist – stärkt langfristig die Glaubwürdigkeit demokratischer Institutionen. Für eine offene Gesellschaft ist es unverzichtbar, dass sich alle politischen Kräfte ohne Wenn und Aber zu jüdischem Leben und seiner Sicherheit bekennen.

Die Forderung Müllers ist ein Signal dafür, dass Antisemitismus nicht als Randproblem abgehakt werden darf, sondern Koalitionsfähigkeit und politische Verlässlichkeit direkt beeinflusst. Für die Linke stellt sich damit eine Weichenstellung: Wer demokratische Mitverantwortung beansprucht, muss Klarheit über eigene Haltungen beweisen. Das gilt ebenso für ostdeutsche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, wo die Linke traditionell starke Wurzeln hat.