Archäologen finden Belege für Sklaverei bei gallischen Kelten
Der Fund trägt dazu bei, ein differenzierteres Bild vorgeschichtlicher Gesellschaften zu zeichnen und zeigt, dass Sklaverei kein Phänomen war, das erst durch die Römer in Europa eingeführt wurde. Das Verständnis historischer Ungleichheit und Unterdrückung schärft den Blick für gesellschaftliche Strukturen und ihre Langzeitwirkungen – und leistet damit einen Beitrag zur kritischen historischen Bildung.
Die Erkenntnisse aus Allonnes veranschaulichen, wie archäologische Präventivforschung Lücken in der Geschichtsschreibung über marginalisierte Bevölkerungsgruppen schließen kann. Für die Wissenschaft entsteht damit eine neue Grundlage, um vorrömische Gesellschaftsstrukturen in Europa neu zu bewerten. Zukünftige Grabungen könnten weiteres Licht auf Ausmaß und Organisation des Sklavenhandels in der Keltenzeit werfen.