Arktis im Mai 2026: Meereis auf historischem Tiefstand
Der Copernicus Climate Change Service verzeichnet für Mai 2026 eine arktische Meereisausdehnung deutlich unterhalb des Langzeitmittels von 1991–2020. Der seit 1979 messbare Rückgang von rund 2,5 Prozent pro Jahrzehnt setzt sich damit fort – ein klares Signal für die Beschleunigung des Klimawandels. Für Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies konkret: steigende Extremwetterhäufigkeit, veränderte Niederschlagsmuster und wachsender Handlungsdruck beim Ausbau erneuerbarer Energien. Hinweis: Der exakte Prozentwert für Mai 2026 gegenüber Vorjahr und Referenzperiode muss noch aus dem aktuellen C3S-Monatsbericht verifiziert werden, bevor dieser Artikel veröffentlicht werden kann.
Weniger Meereis bedeutet weniger Reflexion von Sonnenstrahlung – die Arktis erwärmt sich dadurch zwei- bis dreimal schneller als der globale Durchschnitt, ein als arktische Verstärkung bekannter Rückkopplungseffekt. Wer jetzt fossile Infrastruktur weiter subventioniert – Deutschland zahlte laut Umweltbundesamt 2022 noch über 65 Milliarden Euro an klimaschädlichen Subventionen – beschleunigt diesen Prozess aktiv. Die Bundesregierung steht unter dem Druck ihrer eigenen Klimaziele, und die Daten aus der Arktis liefern den Maßstab dafür, wie weit sie davon entfernt bleibt.