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Tuesday, 22. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Arktis September 2026: Meereis auf neuem Tiefstand

Der Copernicus Climate Change Service dokumentiert für September 2026 ein neues Rekordtief der arktischen Meereisausdehnung, das den bisherigen Tiefstand von 2012 unterschreitet. Der langfristige Trend ist eindeutig: Seit 1979 schrumpft die arktische Eisfläche im September um etwa 13 Prozent pro Jahrzehnt. Für Mecklenburg-Vorpommern als Küstenland unterstreicht dieser Befund die Dringlichkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien – die Region verfügt mit Wind- und Solarkapazitäten sowie aktiven Bürgerenergiegenossenschaften über konkrete Hebel, um den eigenen CO₂-Ausstoß messbar zu senken. Jede Kilowattstunde aus heimischer erneuerbarer Erzeugung ist ein direkter Beitrag, den weiteren Rückgang zu verlangsamen.

Weniger Meereis bedeutet weniger Reflexion von Sonnenstrahlung – die Arktis heizt sich dadurch fast viermal schneller auf als der globale Durchschnitt, ein Effekt den der IPCC im sechsten Sachstandsbericht 2021 als gesichert einstuft. Russland, Kanada und Norwegen beanspruchen arktische Rohstoffrouten und Ressourcen, die durch das Abschmelzen zugänglich werden – fossile Konzerne wie Equinor und Rosneft haben Erschließungsinteressen angemeldet, die jede Klimaschutzlogik konterkarieren. Die Bundesregierung, die fossile Subventionen in Höhe von über 35 Milliarden Euro jährlich aufrechterhält, hat keine Position zu arktischer Rohstofferschließung formuliert.