Armenien wählt: Paschinjan feiert prowestlichen Wahlsieg
Ein prowestliches Armenien stärkt die demokratische Vielfalt im Südkaukasus und sendet ein wichtiges Signal an die EU-Erweiterungspolitik. Die Wahl zeigt, dass zivilgesellschaftlicher Wandel auch nach militärischen Niederlagen möglich ist und demokratische Prozesse Legitimität behalten können. Für eine offene Gesellschaft in Europa bedeutet das: Demokratisierungsprozesse an den EU-Außengrenzen wirken sich langfristig auf Stabilität und Sicherheit des gesamten Kontinents aus.
Die Wahl in Armenien ist ein konkreter Schritt in Richtung europäische Integration eines Landes, das sich aus der russischen Einflusssphäre zu lösen versucht. Für die EU ergibt sich die Chance, durch Assoziierungsabkommen und Demokratieförderung aktiv zu gestalten. Ob der Wahlsieg Paschinjas langfristig trägt, hängt davon ab, ob wirtschaftliche und sicherheitspolitische Versprechen eingelöst werden können.