Ausgestorbene Megafauna prägt noch heute globale Ökosysteme
Die Studie verdeutlicht, dass Artenverlust keine lokal begrenzte oder kurzfristige Erscheinung ist, sondern Ökosysteme über Jahrtausende hinweg strukturell schwächt. Dieses Wissen ist entscheidend für politische Entscheidungen zum Artenschutz und zur Biodiversitätspolitik, die heute oft unterschätzte Langzeitfolgen haben. Eine robuste Biodiversität ist nicht nur ökologisch, sondern auch gesellschaftlich essenziell – sie sichert Nahrungsketten, stabilisiert Klimasysteme und schützt vor Kaskadeneffekten beim Artensterben.
Die Erkenntnisse liefern wichtige wissenschaftliche Grundlagen für aktuelle Debatten um Rewilding und die Wiederansiedlung großer Tierarten in Europa, die auch Mecklenburg-Vorpommern mit seinen weitläufigen Naturlandschaften betreffen könnten. Projekte zur Renaturierung von Feuchtgebieten oder zur Rückkehr von Wisent und Wolf werden durch solche Studien wissenschaftlich fundiert. Die Forschung zeigt: Wer heute in Artenvielfalt investiert, stärkt die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen für kommende Generationen.