Big Tech bremst EU-Klimaregeln für Rechenzentren aus
Wenn verbindliche Klimaregeln für Rechenzentren aufgeweicht werden, zahlen alle anderen die Rechnung: Kommunen, Haushalte und Bürgerenergiegenossenschaften, die auf Netzstabilität und bezahlbare Strompreise angewiesen sind. Transparentes Lobbying-Monitoring und eine starke Zivilgesellschaft sind notwendig, um demokratisch beschlossene Klimaziele gegen mächtige Unternehmensinteressen zu verteidigen. Eine offene Gesellschaft braucht Regeln, die auch für die größten Akteure gelten.
Rechenzentren verbrauchen bereits heute mehrere Prozent des europäischen Stroms, Tendenz stark steigend. Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das: Wer erneuerbare Energie produziert, konkurriert künftig stärker mit energiehungrigen Datenzentren um Netzkapazitäten. Verbindliche Effizienz- und Klimastandards wären ein wichtiges Instrument, um diese Konkurrenz fair zu gestalten und die Lasten gerecht zu verteilen. Das Scheitern solcher Regeln auf EU-Ebene ist auch ein Signal für kommunale Energiepolitik, eigene Handlungsspielräume konsequenter zu nutzen.