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Thursday, 6. August 2026
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Regional MV

Binz geht gegen illegale Ferienwohnungen vor

Binz geht gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen gezielt gegen nicht genehmigte Ferienwohnungen vor, die dringend benötigten Wohnraum für Einheimische entziehen. Der Ansatz zeigt, dass Kontrolle und Durchsetzung bestehender Regeln konkrete Wirkung haben können, wenn Gemeinde und Kreisbehörde an einem Strang ziehen. Entscheidend wird sein, ob aus den Kontrollen auch dauerhafte Konsequenzen folgen und der freigewordene Wohnraum tatsächlich für Menschen zugänglich bleibt, die dauerhaft auf der Insel leben und arbeiten. Für ländliche Tourismusregionen wie Rügen könnte dieses Vorgehen ein Modell sein, dem andere Gemeinden folgen sollten.

Wenn Wohnraum in touristisch attraktiven Regionen fast ausschließlich als Renditeobjekt genutzt wird, verlieren Einheimische die Grundlage für ein Leben vor Ort – Pflegekräfte, Erzieherinnen, Handwerker finden keine Wohnung mehr. Die Durchsetzung bestehender Genehmigungspflichten ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern ein Instrument, um das Recht auf Wohnen auch in begehrten Regionen ernstzunehmen. Ohne konsequente Kontrolle bleiben Zweckentfremdungsverbote Papiertiger.

Binz macht vor, was viele Kommunen in MV seit Jahren zögern: konsequent kontrollieren, was auf Papier längst geregelt ist. Die entscheidende Frage ist, ob dieser Ansatz dauerhaft mit Personal und politischem Willen unterlegt wird – oder nach der ersten Pressemitteilung wieder versandet. Andere touristisch belastete Gemeinden an der Ostseeküste, vom Darß bis Usedom, könnten dieses Modell als Vorlage nutzen, wenn der Landkreis die nötige Unterstützung wirklich liefert und nicht nur ankündigt.