Blutdruckmittel als mögliche Waffe gegen Krankenhauskeime
Antibiotikaresistenzen verursachen jährlich Hunderttausende Todesfälle weltweit und belasten Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen massiv. Neue Ansätze, die auf bereits bewährten und zugelassenen Medikamenten basieren, könnten die teure und langwierige Entwicklung neuer Wirkstoffe umgehen und schneller in die klinische Praxis gelangen. Das stärkt die Resilienz der öffentlichen Gesundheitsversorgung.
Sogenanntes Drug-Repurposing – die Neuverwendung bekannter Wirkstoffe – gewinnt in der medizinischen Forschung an Bedeutung, da Zulassungshürden geringer sind als bei neuen Substanzen. Für Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern, die wie überall mit zunehmend resistenten Keimen konfrontiert sind, wären neue Behandlungsoptionen eine erhebliche Entlastung. Die wissenschaftliche Evidenz muss allerdings noch durch klinische Studien belegt werden.