Branchenverband fordert resilienteres Stromnetz nach Sabotageakten
Ein widerstandsfähiges Stromnetz ist eine öffentliche Infrastruktur, deren Ausfall alle trifft – besonders vulnerable Gruppen wie Pflegebedürftige oder Menschen ohne finanzielle Puffer für Notstromlösungen. Die Forderung nach Backup-Systemen stärkt das Prinzip der Daseinsvorsorge und schützt gesellschaftliche Teilhabe. Dezentrale Lösungen können dabei soziale Ungleichheit beim Netzzugang verringern, wenn sie gemeinwohlorientiert gestaltet werden.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner ländlichen, dünn besiedelten Struktur und dem hohen Anteil erneuerbarer Energien ist Netzresilienz keine abstrakte Frage, sondern alltägliche Realität. Dezentrale Batteriespeicher und lokale Erzeugungseinheiten, wie sie etwa Bürgerenergiegenossenschaften betreiben, sind technisch erprobte Bausteine für genau solche Backup-Strukturen. Der politische Druck nach den Sabotageakten könnte jetzt Fördermittel für resiliente Verteilernetze in der Fläche freimachen – eine Chance, die MV aktiv nutzen sollte.