Brasilien: Lula kämpft um vierte Amtszeit gegen Bolsonaros Sohn
Brasiliens Präsidentschaftswahl hat globale Bedeutung für die Stabilität der Demokratie im größten Land Lateinamerikas. Das Ergebnis beeinflusst nicht nur den brasilianischen Regenwald als Klimaressource der Welt, sondern sendet auch ein Signal darüber, wie demokratische Gesellschaften mit populistischen Bewegungen umgehen, die nach gescheiterten Putschversuchen weiterhin politisch aktiv bleiben.
Die Wahl zeigt, wie fragil demokratische Errungenschaften selbst nach dem Scheitern antidemokratischer Umsturzversuche bleiben können. Dass der Sohn eines wegen Putschversuches inhaftierten Ex-Präsidenten als Kandidat antritt, stellt demokratische Institutionen auf eine harte Probe. Für Demokratieforscher und zivilgesellschaftliche Akteure auch in Europa ist dies ein wichtiger Prüffall, wie Rechtsstaatlichkeit gegenüber politischen Dynastien behauptet werden kann.