Breites Bündnis fordert Hitzegipfel und Klimaanpassungsgelder
Hitze tötet – und sie tötet vor allem diejenigen, die sich keine Klimaanlage leisten können, in schlecht gedämmten Mietwohnungen leben oder körperlich schwere Arbeit verrichten müssen. Ein Hitzegipfel mit echten Mitteln wäre ein Signal, dass der Staat auch Menschen ohne Lobby schützt. Dass so unterschiedliche Akteure gemeinsam auftreten, zeigt: Das Thema überschreitet klassische politische Lager und ist eine Frage sozialer Gerechtigkeit.
In Mecklenburg-Vorpommern treffen Hitzewellen auf eine Region mit vielen Altbauten, Niedriglöhnen und wenig kommunaler Infrastruktur für Kühlung. Städte wie Rostock oder Schwerin haben kaum öffentliche Kühlorte, und auf dem Land ist die Versorgung noch dünner. Wenn die Bundesregierung jetzt konkrete Förderprogramme auflegt, sollten Kommunen in MV frühzeitig Anträge stellen – und zivilgesellschaftliche Gruppen Druck machen, dass das Geld wirklich unten ankommt.