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Thursday, 17. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Breites Bündnis fordert Hitzegipfel und Klimaanpassungsgelder

Ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Umweltorganisationen, Mieterbund, Gewerkschaften und Gesundheitsverbänden fordert einen nationalen Hitzegipfel mit verbindlichen Klimaanpassungsmaßnahmen und öffentlicher Finanzierung. Der Kern der Forderung: Hitze trifft ärmere Bevölkerungsgruppen, Mieterinnen und Mieter sowie Menschen in schlecht gedämmten Gebäuden besonders hart. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem hohen Anteil an Plattenbausiedlungen und einkommensschwachen Haushalten ist das ein zentrales Thema. Investitionen in Gebäudekühlung, Dachbegrünung und energetische Sanierung könnten hier soziale und klimatische Resilienz gleichzeitig stärken.

Hitze tötet – und sie tötet vor allem diejenigen, die sich keine Klimaanlage leisten können, in schlecht gedämmten Mietwohnungen leben oder körperlich schwere Arbeit verrichten müssen. Ein Hitzegipfel mit echten Mitteln wäre ein Signal, dass der Staat auch Menschen ohne Lobby schützt. Dass so unterschiedliche Akteure gemeinsam auftreten, zeigt: Das Thema überschreitet klassische politische Lager und ist eine Frage sozialer Gerechtigkeit.

In Mecklenburg-Vorpommern treffen Hitzewellen auf eine Region mit vielen Altbauten, Niedriglöhnen und wenig kommunaler Infrastruktur für Kühlung. Städte wie Rostock oder Schwerin haben kaum öffentliche Kühlorte, und auf dem Land ist die Versorgung noch dünner. Wenn die Bundesregierung jetzt konkrete Förderprogramme auflegt, sollten Kommunen in MV frühzeitig Anträge stellen – und zivilgesellschaftliche Gruppen Druck machen, dass das Geld wirklich unten ankommt.