Wissenschaft & Gesundheit
Bundesregierung plant Abgabe auf zuckergesüßte Getränke
Das Bundeskabinett hat eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke beschlossen, die je nach Zuckergehalt bis zu 32 Cent pro Liter betragen soll. Viele europäische Länder haben vergleichbare Maßnahmen bereits erfolgreich eingeführt, um den Zuckerkonsum zu senken und ernährungsbedingte Erkrankungen zu reduzieren. Die Einnahmen könnten für Präventionsprogramme genutzt werden.
Eine Abgabe auf gezuckerte Getränke ist ein evidenzbasiertes Instrument der Gesundheitspolitik, das nachweislich den Konsum senkt und vor allem Kinder und einkommensschwache Haushalte vor Übergewicht und Diabetes schützen kann. Sie stärkt das Prinzip, dass gesundheitsschädliche Produkte einen gesellschaftlichen Kostenbeitrag leisten sollen.
Länder wie Großbritannien und Mexiko zeigen, dass eine solche Steuer wirkt: Der Zuckergehalt in Getränken sank dort messbar, da Hersteller ihre Rezepturen anpassten. Für die Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen wie MV, wo Präventionsangebote oft unterfinanziert sind, könnten Einnahmen aus einer solchen Abgabe gezielt eingesetzt werden.