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Thursday, 6. August 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

CADI-Index misst Klimaschäden an der Ernährungskapazität

Ein Forschungsteam aus Barcelona hat den CADI-Index entwickelt, der mit einer Auflösung von zehn Kilometern berechnet, wie viele Menschen ein Stück Ackerland unter aktuellen Klimabedingungen noch ernähren kann. Das Werkzeug macht klimabedingte Verluste landwirtschaftlicher Kapazitäten sichtbar, indem es Anpassungsmaßnahmen bewusst ausblendet und so den realen Handlungsbedarf isoliert darstellt. Für Mecklenburg-Vorpommern als bedeutendes Agrarland könnte ein solches Messinstrument wertvolle Grundlagen für politische Entscheidungen zur Zukunft der Landwirtschaft und zur regionalen Ernährungssicherheit liefern. Die wissenschaftliche Methode eröffnet neue Möglichkeiten, Klimarisiken für konkrete Flächen zu quantifizieren und gezielte Schutzmaßnahmen zu priorisieren.

Ernährungssicherheit ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Stabilität – und der CADI-Index macht erstmals sichtbar, wo Klimawandel diese Grundlage konkret gefährdet. Solche datenbasierten Werkzeuge stärken die Möglichkeit evidenzbasierter Agrarpolitik und helfen zivilgesellschaftlichen Akteuren, Forderungen nach klimaresilienter Landwirtschaft zu untermauern.

Für die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, einer der wichtigsten Agrarregionen Deutschlands, ist ein solcher Index hochrelevant: Hitzeperioden und veränderte Niederschlagsmuster treffen die Böden bereits heute messbar. Der CADI-Index könnte künftig als Planungsinstrument für Kreise und Landwirtschaftsbehörden dienen, um Förderbedarfe und Anpassungsstrategien gezielt auszurichten.