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Sunday, 27. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

CDU in MV: Feuerprobe mit der AfD – und was auf dem Spiel steht

Die Debatte um eine mögliche CDU-AfD-Koalition in Mecklenburg-Vorpommern offenbart den wachsenden Druck auf bürgerliche Parteien durch das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte. CDU-Landeschef Daniel Peters hält bislang an der Brandmauer zur AfD fest – eine Entscheidung mit weitreichender Bedeutung für den Zustand der Demokratie im Land. Die Diskussion macht deutlich, dass demokratische Grundwerte in MV keine Selbstverständlichkeit sind, sondern aktiv verteidigt werden müssen. Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, diese Auseinandersetzung aufmerksam zu verfolgen und demokratische Strukturen einzufordern.

Ob und wie demokratische Parteien mit der AfD umgehen, ist keine interne Parteitaktik – es ist eine Weichenstellung für die demokratische Kultur in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade im Osten, wo zivilgesellschaftliche Strukturen dünner sind und rechtsextreme Einstellungen tiefer verankert, hat eine Normalisierung der AfD als Koalitionspartnerin weitreichende Folgen: für Minderheiten, für engagierte Menschen in der Zivilgesellschaft und für das Vertrauen in demokratische Institutionen.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist diese Debatte besonders brisant: Das Land hat bei vergangenen Wahlen bundesweit die höchsten AfD-Ergebnisse geliefert. Wer hier die Brandmauer einreißt, verändert den politischen Rahmen für alle – besonders für jene, die sich vor Ort gegen Rechtsextremismus engagieren. Peters' klare Haltung gibt Rückhalt; gleichzeitig zeigt Kerths Vorstoß, dass dieser Rückhalt ständig neu erkämpft werden muss.