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Monday, 14. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

CDU und AfD: Koalitionsdebatte in MV vor der Landtagswahl

In Mecklenburg-Vorpommern diskutieren CDU-Mitglieder öffentlich die Möglichkeit einer Koalition mit der AfD – ein deutliches Zeichen für den Druck auf eine Partei, die in Umfragen nur noch bei sieben Prozent liegt. Gleichzeitig zeigt der MV-Kompass, dass bezahlbarer Wohnraum für viele Menschen im Land das alles entscheidende Alltagsproblem bleibt. Diese Gleichzeitigkeit ist kein Zufall: Wenn konkrete Lebenssorgen politisch unbeantwortet bleiben, entstehen Räume für Populismus. Welche demokratischen Konsequenzen eine solche Koalitionsdebatte kurz vor der Landtagswahl hat, verdient ernsthafte öffentliche Auseinandersetzung.

Eine mögliche CDU-AfD-Koalition würde die demokratischen Leitplanken in einem ostdeutschen Flächenland erneut auf die Probe stellen und hätte Signalwirkung weit über MV hinaus. Der gleichzeitige Fokus auf bezahlbaren Wohnraum zeigt, dass die politische Diskussion auf echten Alltagsproblemen aufsetzt – die Frage ist, ob parteipolitische Manöver tatsächlich zu Lösungen führen oder Vertrauen weiter erodieren lassen.

Für MV ist diese Debatte mehr als ein parteiinternes Stühlerücken: Wenn die CDU ernsthaft eine Kooperation mit der AfD erwägt, verändert das die politische Kultur im Land nachhaltig. Zivilgesellschaftliche Akteure, Sozialverbände und demokratische Initiativen in der Fläche müssen sich jetzt positionieren. Der Wohnraummangel bleibt das konkrete Einfallstor für populistische Versprechen – wer hier keine glaubwürdigen Antworten liefert, verliert weitere Wähler an die Ränder.