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Sunday, 27. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

CDU-Wirtschaftsflügel will AfD-Brandmauer einreißen

Innerhalb der CDU Brandenburg wächst der Druck auf den Unvereinbarkeitsbeschluss mit der AfD: Der Wirtschaftsflügel fordert eine Öffnung für Kooperationen und stellt damit ein zentrales demokratisches Signal der Partei infrage. Die Debatte macht sichtbar, wie wirtschaftliche Partikularinteressen einzelner Parteigruppen demokratische Grundprinzipien aushöhlen können. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo ähnliche Spannungen innerhalb der CDU bekannt sind, zeigt das: Brandmauern halten nur, wenn sie von der gesamten Partei getragen werden – und nicht nur von der Führungsetage. Demokratische Strukturen brauchen klare Bekenntnisse, keine taktischen Hintertüren.

Wenn die Brandmauer gegenüber einer Partei fällt, die vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, ist das kein innerparteilicher Verwaltungsakt, sondern eine Weichenstellung für die gesamte Demokratie. Menschen ohne Lobby, Menschen mit Migrationsgeschichte, Minderheiten: Sie haben am meisten zu verlieren, wenn Parteien der demokratischen Mitte die Normalisierung von Rechtsextremismus aktiv betreiben. Die Frage ist nicht, ob das wirtschaftspolitisch bequem wäre, sondern was es als gesellschaftliches Signal bedeutet.

Der Vorstoß kommt aus Brandenburg, einer Region mit langer Erfahrung mit dem Erstarken der AfD. Dass jetzt ausgerechnet der Wirtschaftsflügel der CDU die Firewall einreißen will, zeigt: Die Debatte um demokratische Grenzen ist keine abstrakte, sie findet mitten in den Volksparteien statt. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo ähnliche Druckverhältnisse innerhalb der CDU existieren, könnte dieser Vorstoß Nachahmer ermutigen. Zivilgesellschaftliche Akteure und demokratisch engagierte Bürgerinnen und Bürger sollten diesen Vorgang genau beobachten und öffentlich kommentieren.