China plant 3.500 GW Ökostrom bis 2030 – was Europa lernen kann
Chinas Ausbauziele zeigen, dass die Energiewende kein westliches Nischenprojekt ist, sondern ein globaler Wettbewerb um Technologieführerschaft und Versorgungssicherheit. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das: Wer bei erneuerbaren Energien zu langsam ist, verliert nicht nur klimapolitisch, sondern auch wirtschaftlich und geopolitisch. Deutschland und die EU müssen ihre Rahmenbedingungen so gestalten, dass Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen schneller zum Zug kommen.
Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern liefern Chinas Skalierungseffekte einen konkreten Nutzen: Sinkende Preise für Solarmodule, Windturbinen und Batteriespeicher machen kommunale Projekte in der Fläche wirtschaftlich attraktiver. Bürgerenergiegenossenschaften in MV könnten von günstigeren Komponenten profitieren, wenn Europa die eigene Nachfrage konsequent steigert. Gleichzeitig braucht es faire Wettbewerbsbedingungen, damit sozial-ökologische Projekte nicht gegen subventionierte Importe verlieren.