China schickt drei Astronauten zur Raumstation Tiangong
Raumfahrtmissionen mit Langzeitaufenthalten treiben die Forschung zu menschlicher Gesundheit unter Extrembedingungen voran und schaffen Wissen, das langfristig auch der Medizin auf der Erde zugutekommen kann. Chinas wachsendes Raumfahrtprogramm verändert zudem die geopolitischen Kräfteverhältnisse im All und zwingt andere Raumfahrtnationen zur strategischen Neuausrichtung.
Die Tiangong-Mission steht für einen neuen Abschnitt in der internationalen Raumfahrtkonkurrenz: Während die ISS-Ära dem Ende entgegengeht, baut China gezielt eigene Infrastruktur im Erdorbit auf. Langzeitaufenthalte von bis zu einem Jahr liefern medizinische und physiologische Daten, die für zukünftige Mondmissionen und Marsprogramme unverzichtbar sind. Europa und Deutschland müssen entscheiden, wie sie sich in diesem neuen geopolitischen Raumfahrtgefüge positionieren.