China weist Unternehmen an, US-Sanktionen zu ignorieren
Die Konfrontation zweier konkurrierender Sanktionsregime gefährdet die regelbasierte internationale Wirtschaftsordnung, auf die Europa und Deutschland als Exportnationen angewiesen sind. Für offene Gesellschaften ist es von zentraler Bedeutung, dass wirtschaftliche Beziehungen auf verlässlichem Recht und multilateralen Vereinbarungen basieren – nicht auf geopolitischen Machtdemonstrationen einzelner Großmächte.
Die Entwicklung zeigt, dass die Globalisierung eine neue, fragmentiertere Phase erreicht: Unternehmen müssen künftig in einem System konkurrierender Rechtsordnungen operieren. Europa sollte diese Lage nutzen, um eigene strategische Autonomie im Bereich Handelsrecht und Sanktionspolitik zu stärken, statt passiv zwischen Washington und Peking eingekeilt zu werden.