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Thursday, 17. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

CO2 dauerhaft im Beton binden: Mineralisierung macht Fortschritte

CO2-Mineralisierung bindet Kohlendioxid dauerhaft in Karbonaten und integriert es direkt in Baustoffe wie Zementzusatzstoffe – ein Verfahren, das im Gegensatz zur geologischen Verpressung sogar Energie freisetzt statt zu verbrauchen. Die chemisch stabile und praktisch unumkehrbare Bindung macht diese Technologie besonders zukunftsträchtig. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner aktiven Bauwirtschaft und den kommunalen Infrastrukturprojekten eröffnet das reale Chancen: Lokale Beton- und Baustoffhersteller könnten CO2 aus industriellen Prozessen direkt in ihre Produktion einbinden und so doppelten Nutzen schaffen. Bürgerenergiegenossenschaften, die bereits in Windkraft oder Biogasanlagen investiert sind, könnten perspektivisch die entstehenden CO2-Ströme als Rohstoff für mineralisierte Baustoffe nutzen und damit regionale Wertschöpfungsketten schließen.

CO2-Mineralisierung verbindet Klimaschutz mit einem der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren: der Bauindustrie. Wenn Beton selbst zum CO2-Speicher wird, entsteht ein Negativemissionspfad, der keine zusätzliche Infrastruktur für unterirdische Speicherung benötigt und damit breiter gesellschaftlich akzeptierbar sein dürfte. Das Verfahren könnte mittelfristig dazu beitragen, dass Bauen weniger zum Klimaproblem und mehr zur Klimalösung wird.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Ansatz besonders interessant, weil die Region viel Bauentwicklung in ländlichen Gebieten erlebt und kommunale Projekte zunehmend auf klimafreundliche Baustoffe angewiesen sind. Wenn mineralisierter Beton günstiger oder gleichpreisig wird, könnten Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften ohne Mehrkosten klimapositiv bauen. Die Skalierbarkeit entscheidet: Noch ist das Verfahren nicht flächendeckend verfügbar, aber der energetische Vorteil gegenüber anderen CO2-Abscheideverfahren beschleunigt die Marktreife.