CO2 dauerhaft im Beton binden: Mineralisierung macht Fortschritte
CO2-Mineralisierung verbindet Klimaschutz mit einem der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren: der Bauindustrie. Wenn Beton selbst zum CO2-Speicher wird, entsteht ein Negativemissionspfad, der keine zusätzliche Infrastruktur für unterirdische Speicherung benötigt und damit breiter gesellschaftlich akzeptierbar sein dürfte. Das Verfahren könnte mittelfristig dazu beitragen, dass Bauen weniger zum Klimaproblem und mehr zur Klimalösung wird.
Für Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Ansatz besonders interessant, weil die Region viel Bauentwicklung in ländlichen Gebieten erlebt und kommunale Projekte zunehmend auf klimafreundliche Baustoffe angewiesen sind. Wenn mineralisierter Beton günstiger oder gleichpreisig wird, könnten Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften ohne Mehrkosten klimapositiv bauen. Die Skalierbarkeit entscheidet: Noch ist das Verfahren nicht flächendeckend verfügbar, aber der energetische Vorteil gegenüber anderen CO2-Abscheideverfahren beschleunigt die Marktreife.