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Monday, 22. June 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

CO2-Konzentration im Mai 2026: Atmosphäre ohne Pause

Die atmosphärische CO2-Konzentration erreicht laut Copernicus-Daten im Mai 2026 einen neuen saisonalen Höchststand von schätzungsweise über 425 ppm – mehr als 50 Prozent über dem vorindustriellen Niveau von 280 ppm. Ohne globale Netto-Emissionsreduktionen erhöht sich dieser Wert jährlich um weitere 2 bis 3 ppm dauerhaft. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht diese Entwicklung die Dringlichkeit, den Ausbau erneuerbarer Energien und kommunaler Effizienzprojekte weiter zu beschleunigen. Bürgerenergiegenossenschaften und Kommunen in MV können dabei eine messbare und skalierbare Rolle übernehmen – jede eingesparte Tonne CO2 zählt.

Deutschland verfehlt seine eigenen Klimaschutzziele im Verkehrs- und Gebäudesektor – bei gleichzeitig weiter aktiven fossilen Subventionen in Höhe von über 65 Milliarden Euro jährlich laut Umweltbundesamt (2023). Konzerne wie RWE und BASF, deren Geschäftsmodelle direkt von fossiler Infrastruktur abhängen, profitieren von dieser Verzögerungspolitik strukturell. Die steigende CO2-Konzentration ist kein Naturereignis, sondern Ergebnis politischer Entscheidungen – und jedes ppm mehr verengt den verbleibenden Handlungsspielraum für das 1,5-Grad-Ziel messbar.