CO2-Konzentration Juli 2026: Atmosphäre ohne Pause
Die globale CO2-Konzentration überschreitet im Juli 2026 die Marke von 425 ppm und setzt damit einen Aufwärtstrend fort, den die Erde seit mindestens drei Millionen Jahren nicht erlebt hat. Der saisonal bedingte Rückgang durch die Vegetationsperiode auf der Nordhalbkugel verändert den strukturellen Befund nicht: Die kumulativen Treibhausgasemissionen wachsen weiterhin. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht dieser Datenpunkt die Dringlichkeit, den bereits eingeschlagenen Kurs beim Ausbau erneuerbarer Energien konsequent zu beschleunigen. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften im Land stehen damit vor der Aufgabe, lokale Dekarbonisierungsprojekte nicht nur zu planen, sondern zügig in die Umsetzung zu bringen.
Eine CO2-Konzentration dauerhaft über 425 ppm ist mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens kaum noch vereinbar – laut IPCC AR6 (2021) liegt das verbleibende Kohlenstoffbudget für 1,5 Grad bei noch etwa 400 Gt CO2 ab 2020, bei aktuellen globalen Emissionen von rund 37 Gt CO2 pro Jahr (IEA 2023) also noch für gut ein Jahrzehnt. Die Bundesregierung subventioniert fossile Energien weiterhin mit schätzungsweise 65,4 Milliarden Euro jährlich (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, 2023) – das ist keine Klimapolitik, das ist ihr Gegenteil.