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Sunday, 20. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

CO2 über 425 ppm: Die Atmosphäre wartet nicht auf Wahlzyklen

Der Copernicus Climate Change Service verzeichnet für September 2026 einen neuen CO2-Rekord von über 425 ppm in der Atmosphäre – 52 Prozent über dem vorindustriellen Niveau und rund 25 ppm mehr als beim Abschluss des Pariser Abkommens 2015. Für Mecklenburg-Vorpommern, das bereits heute über 70 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt, verdeutlicht dieser Wert den dringenden Handlungsbedarf in den Sektoren Wärme, Verkehr und Landwirtschaft. Die Region hat die technischen und strukturellen Voraussetzungen, den eigenen Beitrag zur Emissionsminderung deutlich zu beschleunigen – durch den weiteren Ausbau kommunaler Wärmenetze, Bürgerenergiegenossenschaften und die konsequente Elektrifizierung des Wärmesektors. Konkrete lokale Maßnahmen mit messbarem CO2-Einspareffekt sind wichtiger denn je, weil globale Kurven sich aus vielen regionalen Entscheidungen zusammensetzen.

Jedes ppm mehr CO2 bedeutet mehr gebundene Wärme, mehr Extremereignisse, mehr irreversible Kippunkte – das ist physikalisch gesichert, kein Szenario. Die Bundesregierung verfehlt eigene Klimaschutzziele, während fossile Subventionen in Deutschland laut Umweltbundesamt weiterhin im zweistelligen Milliardenbereich liegen [BELEG FEHLT – aktuelle UBA-Zahl für 2026 recherchieren]. Wer diese Konzentrationskurve kennt und trotzdem Kohle, Gas und Öl subventioniert, trifft eine politische Entscheidung – keine wirtschaftliche Notwendigkeit.