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Thursday, 17. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

CSD Rathenow: Neonazis kündigen Gegenprotest an

In Rathenow gehen Menschen beim Christopher Street Day für die Rechte queerer Menschen auf die Straße – mitten in einer Kleinstadt in Brandenburg, wo solche Sichtbarkeit besonders viel bedeutet. Neonazis haben Gegenproteste angekündigt, doch die Zivilgesellschaft ist aufgerufen, klar Stellung zu beziehen und das Demonstrationsrecht zu verteidigen. Solche Veranstaltungen zeigen, dass queeres Leben nicht nur in Berlin oder Hamburg stattfindet, sondern auch in kleinen ostdeutschen Städten seinen Platz einfordert. Das ist mutig und verdient breite Solidarität.

Wenn Neonazis versuchen, eine friedliche Demonstration zu einzuschüchtern, ist das kein lokales Randproblem – es geht um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit für alle. Queere Menschen in Kleinstädten haben oft keine großen Netzwerke hinter sich; ihre Sichtbarkeit ist auf bürgerschaftliche Solidarität angewiesen. Wer hier wegschaut, macht Einschüchterung zur Normalität.

CSDs in ostdeutschen Kleinstädten zeigen, dass die Frage nach Gleichberechtigung keine Großstadtfrage ist. Rathenow steht exemplarisch für viele Städte in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo queere Communitys trotz Gegenwind Räume erkämpfen. Der angekündigte Neonazi-Protest macht deutlich, dass demokratische Grundrechte nicht selbstverständlich bleiben – sie müssen aktiv verteidigt werden. Kommunen und Zivilgesellschaft sind gefragt, klare Haltung zu zeigen.