Wissenschaft & Gesundheit
Der Stammbaum der wilden Seidenspinner neu gezeichnet
Eine umfangreiche Genomstudie hat den Stammbaum der Wilden Seidenspinner auf Basis von 338 Arten und über 1000 DNA-Abschnitten neu rekonstruiert und ihren wahrscheinlichen Ursprung in Südamerika nachgewiesen. Die Ergebnisse liefern grundlegende Erkenntnisse zur Biodiversität und Evolutionsgeschichte dieser artenreichen Nachtfalterfamilie. Zugleich zeigt die Studie, dass selbst modernste Genomanalysen bei sehr alten Verwandtschaftsverhältnissen methodisch an Grenzen stoßen. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreichen solche Forschungsansätze den Wert genomischer Methoden für den heimischen Naturschutz und die Artenerfassung.
Seidenspinner sind nicht nur wegen ihrer imposanten Größe und Schönheit bekannt, sondern auch ökologisch bedeutsam – etwa als Nahrungsquelle für Vögel oder als Bestäuber. Ein verlässlicher Stammbaum ist die Grundlage, um zu verstehen, wie Artenvielfalt entsteht, wie Tiere Kontinente besiedelten und wie sie auf Klimaveränderungen reagiert haben – Wissen, das auch für den heutigen Naturschutz relevant ist.