Deutschlands Vorzeigeschule in Kabul verfällt wegen Mädchen-Schulverbot
Der Verfall der Amani-Schule macht sichtbar, was geschieht, wenn Mädchen systematisch vom Bildungszugang ausgeschlossen werden: Es entsteht nicht nur individuelles Unrecht, sondern gesellschaftlicher Rückschritt, der ganze Generationen trifft. Für eine offene Gesellschaft ist Bildungsgerechtigkeit unverhandelbar – der Fall Afghanistan zeigt die Konsequenzen ihrer Abwesenheit unmissverständlich.
Das Schulverbot der Taliban ist eine direkte Verletzung der Menschenrechte und ein Angriff auf die Grundlagen demokratischer Zivilgesellschaft. Deutschland steht vor der Frage, wie es sein internationales bildungspolitisches Engagement unter autoritären Verhältnissen schützen und neu ausrichten kann. Langfristig braucht es Strategien, die Bildung auch unter widrigen politischen Bedingungen sichern – etwa durch Förderung inoffizieller Lernstrukturen oder digitaler Bildungsangebote.