Digitale Souveränität: Europas KI-Kurs verfehlt das Ziel
Digitale Souveränität ist keine technische Fußnote, sondern eine Grundlage demokratischer Selbstbestimmung: Wer die digitale Infrastruktur kontrolliert, beeinflusst Informationsflüsse, Datenschutz und wirtschaftliche Teilhabe. Eine EU-Strategie, die auf wenige mächtige Plattformen setzt, zentralisiert Macht und schafft neue Abhängigkeiten, die Bürger und Institutionen gleichermaßen betreffen.
Für eine offene, demokratische Gesellschaft braucht Europa eine KI-Infrastruktur, die nicht erneut in die Hände weniger Konzerne gegeben wird. Dezentrale, open-source-basierte Alternativen und gemeinwohlorientierte Rechenzentrumspolitik wären tragfähige Alternativen – auch für Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, die von kommunaler digitaler Eigenständigkeit profitieren könnten. Der aktuelle EU-Kurs verdient kritische Begleitung durch Zivilgesellschaft und Politik.