Direct Air Capture: CO₂-Abscheidung wird schnell größer
Direct Air Capture ergänzt die Vermeidung von Emissionen um eine aktive Entnahme bereits freigesetzten CO₂ – und ist damit für das Erreichen der Klimaziele potenziell unverzichtbar. Solange die Technologie jedoch teuer und energieintensiv bleibt, stellt sich die Frage der gerechten Kostenverteilung: Wer zahlt für die Beseitigung von Emissionen, die alle verursacht haben? Eine Integration ins EU-Emissionshandelssystem könnte Marktanreize schaffen, muss aber sozialpolitisch flankiert werden.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien ist Direct Air Capture mittelbar relevant: Energieintensive CO₂-Abscheidungsanlagen könnten langfristig Überschussstrom aus Wind- und Solaranlagen sinnvoll nutzen. Eine EU-Regulierung ab 2026 würde außerdem neue Finanzierungsmodelle für Klimaschutzprojekte eröffnen, die auch kommunale Träger und Energiegenossenschaften im Land nutzen könnten. Die Technologie ist jedoch noch weit von einer flächendeckenden Umsetzung entfernt.