Doku über Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg erschienen
Zeitzeugenberichte wie der von Albrecht Weinberg sind unverzichtbar für das kollektive Gedächtnis einer demokratischen Gesellschaft, die aus der Geschichte lernen will. Mit dem Sterben der letzten Holocaust-Überlebenden wächst die Verantwortung von Bildungseinrichtungen, Kulturschaffenden und Zivilgesellschaft, diese Erinnerungen lebendig zu halten. Dokumentarfilme wie dieser übernehmen eine wichtige Brückenfunktion, um jüngere Generationen zu erreichen.
Die Dokumentation erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Antisemitismus in Deutschland wieder sichtbar zunimmt und die Zahl der Zeitzeugen gegen null tendiert. Für die Kultureinrichtungen und Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern bietet der Film konkretes Material für Bildungsarbeit und Schülerprojekte. Die Frage, wie Erinnerungskultur institutionell und digital für die Zukunft gesichert werden kann, gewinnt damit neue Dringlichkeit.