Dokumentarfilm beleuchtet den vergessenen Westsahara-Konflikt
Langanhaltende, medial ignorierte Konflikte gefährden das Vertrauen in internationale Rechtsnormen und das Prinzip der Selbstbestimmung der Völker. Dokumentarfilme können hier eine demokratische Funktion übernehmen, indem sie vergessene Stimmen hörbar machen und politischen Druck auf internationale Akteure erzeugen. Für eine offene Gesellschaft ist es wichtig, auch periphere Konflikte im Blick zu behalten, da ihre Vernachlässigung Präzedenzfälle für die Missachtung von Völkerrecht schafft.
Der Film steht exemplarisch für die Rolle des Dokumentarfilms als Instrument zivilgesellschaftlicher Aufklärung in internationalen Menschenrechtsfragen. Die diplomatische Positionswende von USA und UN zugunsten Marokkos zeigt, wie geopolitische Interessen humanitäre Prinzipien überlagern können. Eine stärkere europäische Stimme für eine verhandelte und gerechte Lösung wäre hier wünschenswert.